Posts mit dem Label Sydney werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Sydney werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

15.3.12

Harry Potter - THE Exhibition!

Heute stand ein bisschen Kindheitszeit auf dem Programm. Okay, zugegeben, für mich ist es eher Jugendzeit, aber für Emilia war es Kindheitszeit. Vermutlich ist sie auch der Grund, warum ich die ganze Zeit in der Ausstellung so absolut über-fröhlich und aufgedreht war. Das nette Schwedenmädchen kann einen nämlich mit ihrem Dauergrinsen und "OhmeinGottohmeinGott!!! GUCK MAL! Das hier hatte Harry bei der xyz-Szene an und HIER IST SEIN ZAUBERSTAB!!!"-Aussagen echt mitreißen. Aber es war schon auch echt ziemlich super das ganze Zeug mal in "echt" zu sehen. Und eigentlich durfte man ja keine Fotos machen. Aber 'eigentlich' ist ja bekanntlich so ein Wort, mit dem man Grenzen so stecken kann, wie man sie gerade haben will und wenn man eh schon so aufgedreht ist, dann sind Grenzen beliebig dehnbar. Also sind hier ein paar Fotos von der Ausstellung.
 (alle Fotos, die jetzt folgen, hat Emilia mit ihrem iPhone unter Einsatz ihres Lebens machen können.)
Info: wenn du die Ausstellung auch sehen willst (sehr empfehlenswert!), dann solltest du enweder noch bis zum 9. April in das Powerhouse Museum in Sydney gehen, oder einfach darauf warten, bis die Ausstellung in die nächst größere Stadt in deiner Nähe kommt. Google ist an dieser Stelle dein Freund.

 Hach ja, Sydney ist wirklich eine unfassbar schöne Stadt. Es gibt immer wieder Ecken und Straßen, wo ich stehen bleibe und den Mund kaum mehr zubekommen, so hübsch finde ich das alles hier...

 Nach der Ausstellung mussten wir ein bisschen Harry-Potter-Zeug kaufen und Milchshakes schlürfen. Es war irgendwie schockierend, dass in den Bertie Bott's Beans tatsächlich auch so Geschmacksrichtungen wie "Popel" und "Kotze" waren. Nach meiner fünften "Seife" hab ich dann aufgehört mit naschen. Den Rest drehe ich anderen abendteuerhungrigen Menschen an.

 Achja, ich weiß gar nicht, ob das hier im Blog so gut rüber kommt, aber Himmel hab ich einen Faible für Lebensmittelfarbe. Da trifft es sich wirklich gut, dass sich Emilia nicht nur für Harry Potter, sondern auch für buntes Essen begeistern kann. Also gab es heute Abend pinke Pfannkuchen. Zu schade, dass sie am Montag schon nach Cairns fährt. Das mit uns beiden hätte eine lange, glückliche und bunte Lebensmittelfarbenfreundschaft werden können.

13.3.12

Ein Ausflug in den Schwulenclub. (Update 4)

 Ohne Mist: ich hab die ganze Zeit, die wir in diesem Club waren, genau so geschaut, wie auf diesem Bild. Fasziniert, schockiert, irritiert, aber totaaaaaaal excited. Der Mann, den ich da betatsche, ist Jason - der nette Kerl, den ich auf der Parade kennen gelernt hab.
Das sind Jason und Emilia. Von Emilia habe ich noch gar nichts erzählt... Emilia kommt aus Schweden - Stockholm - und bleibt (weil sie mich so gerne mag - das bilde ich mir zumindest ein) noch eine Weile länger in Sydney als sie müsste/wollte und wir machen ganz oft was miteinander. In Drag-Queen-Clubs gehen, z.B., oder mit den Jungs ganz viel Bier trinken.
 Und ehrlich: wir haben viel Bier getrunken. Irgendwann waren fast alles Jungs oben ohne auf der Tanzfläche. Hab ich schon erwähnt, dass es hier in Sydney einen ganz krassen Körperkult gibt? Ich hab wirklich den Mund nicht mehr zubekommen. So viele Sixpacks auf einem Haufen finde ich schon fast gruselig und ganz schön einschüchternd...
Und ja, wie schon erwähnt: das debile Grinsen hab ich den ganzen Abend nicht mehr aus dem Gesicht bekommen. Der Kerl links ist Mike aus England und der rechts ist Mike aus Sydney und der mit dem hellblauen Hemdchen heißt Sheldon und musste sich von mir und Emilia den ganzen Abend Big-Bang-Theory Sprüche anhören.

Sydney Aquarium (Update 3)

 Eigentlich wollte ich ja irgendwie glaubwürdig verkaufen, dass ich tauchen war, mit Unterwasserkamera, aber das hätte mir eh niemand abgenommen. Also hier die Wahrheit: ich war im Sydney Aquarium. Allerdings gibt es dort auch in etwa ähnliches zu sehen wie im Great Barrier Reef und auf Phillip Island, deshalb kann man schon einfach ein bisschen so tun, als wäre man tauchen gegangen. Zu diesem hervorragenden Ort habe ich mal wieder ein Video hochgeladen. Ich weiß auch nicht, was das ist, mit mir und den Videos in letzter Zeit. Erspart mir wahrscheinlich das permanente Bilder-bearbeiten...
 Als Kind hatte ich mal ein Buch über (ich glaube) Eisbären, die zum Südpol reisen und da kam auch ein Sawfish drin vor. Irgendwie habe ich nicht geglaubt, dass es die echt gibt. Fun fact: die Säge ist keine Säge, sondern im Grunde elektromagnetische (?) Fühler, mit denen sie Fische im Sand aufspüren können. Ach, wunderbares Halbwissen. Vielleicht hätte ich das vorher noch mal googeln sollen...

Mardi Gras (Update 2)

Mardi Gras ist tatsächlich ein Riesenevent. Und meine Güte, da ist der Christopher Street Day echt nichts gegen. So viele Leute und alle lustig verkleidet und mit Glitzer und Pailetten und Matrosen-Outfits. Vermutlich könnte man das mit einer Mischung aus dem Christopher-Street-Day und Kölner-Fasching vergleichen. In der Mitte eine riesige Parade und außen rum, also hinter der Absprerrung, lauter betrunkene und glückliche Menschen.
Die drei Grazien hier waren auch aus Deutschland, wie sich herausstellte, nachdem einer von ihnen auf Deutsch sowas sagte wie: "Boa, nach'm hundertsten Foto nervt's echt." und ich ihn anpöbelte nett darauf hinwies, dass er sich dann nicht fotografieren lassen muss. Da musste er lachen und ich durfte doch ein Foto machen. Achja, wem auch die verblüffende Ähnlichkeit zu einem Bekannten von mir auffällt, darf mir dieses gerne per Kommentar, oder e-mail mitteilen. Ich hab echt gedacht, ich guck nicht richtig...
Und wenn wir schon bei "ich guck nicht richtig" sind: das hier sind Jason und Pasc...äh, Mike. Die beiden sind richtige Herzchen und Mike hat tatsächlich auch eine verblüffende Ähnlichkeit mit jemandem, der mit mir verwandt ist. Familienmitglieder von mir dürfen an dieser Stelle raten, wem er ähnlich sehen könnte.
Jason und Mike kamen übrigens vorbereitet zur Mardi Gras Parade. Mit leeren Getränkekisten haben die beiden sich eine hervorragende Aussichtsplatform gebaut, womit sie die Parade sehen konnten. Und weil ich auch was sehen wollte, habe ich mich mit ihnen angefreundet und somit gefühlte tausend Fotos von Lesben, Schwulen und Drag-Queens gemacht (Videos natürlich auch, aber ich vermute, dass jeder von euch schon mal eine Parade gesehen hat, deshalb lade ich das hervorragende Video an dieser Stelle nicht hoch, es sei denn ihr wünscht euch das ausdrücklich.).
Liebes Schwesterlein - was hältst du davon? Eine alternative Idee zu Studium und Schule in Deutschland? Wir könnten uns "The Sausage Sisters" nennen und ein Konkurrenzgeschäft eröffnen, wenn alle Stricke reißen.
Und das hier bin ich: leicht angetrunken, nass bis auf die Haut (es hat geregnet. Dabei regnet es in Sydney doch NIE!), aber glücklich. Und etwas weiß, aber das liegt am Blitz der Kamera und nicht an meiner fehlenden Bräune...

Paddy's Markets (Update 1)

Kennt ihr das, wenn man eigentlich immer alle up-to-date halten will, aber dann das total spannende Leben dazwischen kommt und man nichts langweiliger findet als das Internet und drinnen hocken? So ging es mir die letzten zwei Wochen fast durchgehend. Aber da ich jetzt mit einer halben Grippe gerade im Bett rumliege, kann ich eh nicht wirklich was unternehmen und deshalb auch den Blog aktualisieren. Total ironisch, übrigens: mein Fuß ist wieder heile, aber jetzt fesselt mich was anderes an's Bett. Voll gut.

Starten wir mal mit "Paddy's Markets" - an dem Punkt habe ich euch ja quasi zurück gelassen.
"Paddy's Markets" ist eine riesige Halle, wo man in etwa alles kaufen kann, was man sich vorstellen kann. Fast alles von den Sachen kommt irgendwo aus dem Asiatischen Raum. Bei den Bekleidungsartikeln würde ich nicht unbedingt meine Hand für ins Feuer legen, aber nachdem ich das Obst und Gemüse gesehen habe, bin ich mir relativ sicher, dass das aus Japan kommt, bei der Größe...
  
Ehrlich, ich glaube, ich habe noch nie eine so riesige Aubergine gesehen. Ich hab die mit einer Hand gar nicht richtig halten können, so riesig war die. Mir ist klar, dass bei sehr guten Bedingungen und eine massigen Anzahl von Nährstoffen im Boden die Zucchinis und Tomaten auch bei uns in Deutschland so riesig werden können, aber DAS hier kann wirklich nicht mit rechten Dingen zu sich gehen.
Neben dem eigentlichen Markt, also dem Obst- und Gemüsemarkt, kann man auch andere Sachen erstehen. Hochwertige (ähäm) Handtaschen, T-Shirts, Schmuck (Rolex anyone? Anscheinend sitze ich hier an der Quelle.) und andere tolle Sachen. Ich glaube, ich weiß jetzt, wie sich Larissa in China gefühlt haben muss.
Ach ja, nachdem ich ja leider vor meiner Abreise nicht mehr dazu gekommen bin, Kay und mir dieses hervorragende T-Shirt zu erstehen, damit wir auf sämtlichen Tourifotos immer besonders gut aussehen, die wir in ein paar Wochen auf unserer Reise durch den Süd/Osten Australiens machen werden, muss ich wohl eins der oberen vier erstehen (wenn ich nicht noch was besseres mit Kätzchen drauf finde). Gerne dürft ihr mir bei der Entscheidung helfen. Am Ende meiner Reise verlose ich das hervorragende T-Shirt dann. Jawoll! GewinneGewinneGewinne.
Eine wirklich tolle Sache, bei asiatischen Lebensmitteln ist ja, dass alle Verpackungen immer besonders hübsch aussehen. Ich spreche von Verpackungen, diese Brötchen hier...
 ... haben mich nämlich kurzzeitig echt in Verlegenheit gebracht, weil ich schon fast den Verkäufer anranzen wollte, warum um Himmels Willen er denn verdorbene Lebensmittel verkauft. Aber dann...
... ist mir aufgefallen, dass das so gehört. Green Tea Brot? Boa ehj, das ist wirklich seltsam.
Trotzdem konnte ich manchen Sachen nicht widerstehen und habe sie gekauft. Nur mal so. Mal testen, wie das so schmeckt. Lasst euch gesagt sein: nur weil Sachen bunt sind, heißt das noch lange nicht, dass sie gut schmecken. Ich bin ja der größte Freak, wenn's um Essen backen und kochen mit Lebensmittelfarbe geht, aber dieses bunte Glibberzeug ist dann doch echt ein bisschen zu viel des Guten. Ich glaube, es handelte sich um Maisstärke mit Zucker, Lebensmittelfarbe und Kokossträuseln. Geschmackssache, das alles, aber mein Geschmack war's nicht. Das Getränk mit dem Apfel drauf hat allerdings sehr lecker geschmeckt, das andere daneben dann wieder eher nicht so (Grüner Tee mit Milch und Zucker? Naja.).

3.3.12

Eine Woche und zwei Waschmaschinenladungen später...

...sieht das Hostelzimmer aus wie bei Vagabunden.
Für heute steht eine Parade auf dem Plan. "Mardi Gras" ist wohl DAS Großereignis für Lesben und Schwule hier in Sydney. Angeblich das größte der Welt, aber das glaube ich erst, wenn ich's selbst gesehen habe. Vorher werde ich noch ein bisschen Obst und Gemüse auf "Paddy's Markets" einkaufen in der Hoffnung, dass das etwas billiger ist als im Supermarkt und wenn ich dann noch Zeit habe, schaue ich mir mal ein paar Klamottenläden an. Da habe ich mich bisher noch nicht wirklich reingetraut weil ich Angst habe, dass alles unbezahlbar, aber wünderschön ist und ich es deshalb nicht haben kann. Außerdem muss ich noch einen Inlandsflug bestreiten auf dem ich nur 20kg mitnehmen kann und das wird nicht möglich sein, wenn ich jetzt schon die wunderschönen Klamottenläden für mich entdecke... Hach ja, Luxusprobleme sind schon schlimm.

2.3.12

Uni.

Die ersten Tage Uni sind also um. Leider habe ich aus Stresstechnischen Gründen jeden Tag - außer am ersten - meine Kamera vergessen mitzunehmen, deshalb müssen Fotos vom Campus irgendwann anders folgen, aber ich kann schon jetzt eins sagen: Na holla ist diese Uni hier mal wesentlich hervorragender als meine in Berlin. Wenn ich ehrlich bin, denke ich gerade tatsächlich darüber nach noch einen Master in Sydney dranzuhängen. Aber warten wir erst mal ab. (Keine Angst, Mama und Papa, ich mach die Uni in Berlin erst mal fertig...)

Im Grunde bin ich auch seit Montag konstant verwirrt. Die haben hier - im Gegensatz zu unserer popeligen Uni in Berlin - ein riesiges Campusmanagement-System (jaja, einigen von euch wird das sicher bekannt vorkommen, für mich ist das allerdings echt neu. Organisation in ganz großem Stil. Campusmanagement-System. Ich glaub's echt noch nicht.), mit dem man seinen ganzen Kram ganz hervorragend managen kann und eigentlich (wäre man nicht ein hilfloser Austauschstudent) auch seinen Studentenplan online einsehen und ändern kann. Das geht allerdings nicht bei mir, weshalb ich für jeden Kleinkram in das Inertational-Office auf den Hauptcampus eiern muss. Macht aber nix, da findet nämlich gerade die O-Week statt (Orientierungswoche - das dürfte auch einigen von euch was sagen, nur mir wieder nicht, der armen Studentin aus... blabla, naja, alte Leier, jedenfalls ist das eigentlich das, wo einige von euch garantiert am Anfang eine Woche konstant betrunken waren. Das läuft hier anders: auf dem Campus stehen überall kleine bunte Stände rum, an denen sich die verschiedenen Clubs präsentieren. Sportsclub, Chinese Christian Society, Feminist Society, Cat Lovers Society (okay, DIE hab ich tatsächlich erfunden), usw. usf und wenn man mag, kann man sich da informieren und den Clubs beitreten. Kein Alkohol. Ohhh.).

Eben komme ich von dem Werkraum-Workshop und da habe ich tatsächlich einen Werkzeugkasten gebaut. ICH. Ganz alleine. (Und ehrlich gesagt habe ich heute mehr Maschinen von der Uni genutzt, als in meinem kompletten Studium zuvor. Yay für das Sydney College of the Arts!) Ich bin mir noch nicht sicher, ob und wie ich das Ding nach Hause  kriege, aber zur Not schwimmt Holz ja auch. Da muss ich nur noch die Strömungen ausmessen...

Ach, das absolut hervorragende Video mit echt schlimmer Qualität von den putzig tanzenden Menschen ist übrigens am ersten Tag entstanden. Die allererste Veranstaltung für Exchange-Students war in einer Halle, die - könnt ihr auf dem Foto oben auch super sehen - ungefähr aussieht wie bei Harry Potter. Im Grunde habe ich die ganze Zeit auf Eulenpost gewartet. Eigentlich sieht auch der komplette Campus total nach Harry Potter aus. Ehrlich, ich übertreibe nicht, man erwartet tatsächlich hinter jeder Ecke einen Studenten mit schwarzem Umhang und dem Nimbus2000 unter'm Arm. Fotos folgen auf jeden Fall! Das kann ich euch nicht vorenthalten.
Noch mal zurück zum Video: die Leute, die da rumtanzen vertreten - so habe ich das zumindest verstanden - auch einen Club, dem man beitreten kann. Bei uns hieße das garantiert Eurythmie, hier wird das als traditionelle Aborigine Tanzkunst vorgestellt. Ich finde, das sieht ziemlich cool aus, allerdings ist das leider nichts für mich. Ich schieb's jetzt einfach mal auf meinen kaputten Flip-Flop-Fuß, aber eigentlich hab ich nur Bammel davor unrythmisch zappelnd und käseweiß zwischen einem Haufen echt interessanter Leute negativ aufzufallen...


PS.: allen drei Geburtstagskindern (W.B., J.N., K-P.E.), die ich in meinem Kalender stehen habe, wünsche ich "Happy Birthday":

PPS.: Ich hab noch nicht so ganz herausgefunden, wie ich die Videos bei Premiere Pro so exportiere, dass sie nicht in solche schlimmer Qualität sind. Wenn jemand weiß, wie das richtig geht, gerne kontaktieren, dann sieht man vielleicht auch irgendwann mal mehr auf den Videos.

1.3.12

JETZT NEU: "Strandimpressionen - DAS Video"

So, nachdem also jetzt tagelang das Internet im Hostel unter aller Kanone war (die haben hier noch Datenvolumenbegrenzte Verträge. Kann man das glauben?!), habe ich nun endlich den Zugang zum Uni-Internet bekommen und kann jetzt das absolut hervorragende Bondi-Beach Video hochladen. Was mir übrigens als allererstes hier in Sydney erzählt wurde war, dass es "Bon-dei" und nicht "Bon-dih" heißt. Durch die "Bon-dih" Aussprache kann man hier wohl ganz gut die Touristen identifizieren und das will ich ja nicht sein... Schönstes Kompliment letzte Woche übrigens: "I can tell you're not from Australia but you don't have a German accent either. It somehow sounds international which is pretty cool." - HAH, sag ich dazu nur, jahrelanges Training ist das (und die falsche Aussprache der letzten Englisch-Lehrerin ignorieren, die ganz gerne mal aus "bowl" (sprich: "bohl") "bowel" (sprich: "bauel") machte.).

26.2.12

Körperkult und einer kaputter Fuß.


Vorneweg gleich eins: ich kam mir noch nie so weiß vor.





Bondi Beach besuchen zu etwa 99% braungebrannte, schlanke, sportliche, junge, glückliche Menschen. Und dazwischen sitze dann ich, das eine Prozent, das sich dadurch auszeichnet komplett anders zu sein. Nämlich weiß, unsportlich und unmotiviert, das zu ändern. Wie jede Frau, bin auch ich mit ein paar Komplexen ausgestattet, die sich ungefähr verhundertfachen, wenn man länger als eine Minute an dieser Promenade entlang spaziert (oder humpelt). Vermutlich ist es das Beste, wenn man nur kurz vorbeifährt, einen Blick auf den Sand und das Wasser wirft und dann schnell irgendeinen Punkt am Horizont fixiert. Ehrlich, ich übertreibe nicht! Da sieht es in etwa so aus, als würde man in eine beliebige Muckibude gehen, sich die Jungs und Mädels optisch einprägen, dann an den Bondi Beach verfrachten, ausziehen und ihnen auch noch hübsche Beachlook-Gesichter verpassen, die den ganzen Tag lächelnd mit ihren Surfbrettern über den Strand latschen. Ich glaube, an diesem Strand werde ich niemals schwimmen gehen. Da ist es gut zu wissen, dass Australien noch einige Sandstrände mehr hat... Eigentlich sollte an dieser Stelle auch ein total hervorragendes Strandimpressionen-Video kommen, aber das Hostel-Internet hat sein Up-und-Download Kontingent aufgebraucht, da war es schon ein Wunder, dass ich diese Bilder hier hochladen konnte.
Ab morgen geht allerdings die Uni los und ich hoffe, dass ich dann auch wieder die coolen Videos hochladen kann.

25.2.12

Touritour und Space-Invaders

 




Als ich meine Cousine in Irland besucht habe, fand ich besonders die Geräusche der Ampeln ziemlich witzig. Das ist so eine putzige Mischung aus Space Invaders Pistole und meinem Handy-SMS-Ton, darüber könnte ich mich jedes Mal amüsieren. Um so schöner ist es, dass in Sydney die Ampeln auch so lustig klingen. (Aus diesem Grund ist das obere Video quasi persönlich an Laura gerichtet. Sie hat sich nämlich immer königlich über mich amüsiert, weil ich mich so über das Geräusch gefreut habe.)

Es gibt noch eine Sache, über die ich mich heute noch amüsiert habe: mitten im CBD ("Central Business District" - also da, wo die ganzen Bürohochhäuser stehen und überall Menschen in Anzügen rumrennen) gibt es Blumenkübel, wo Chili drin wächst. Unsereiner in Berlin muss auf den Markt gehen, oder in einen Einkaufsladen, um sowas feines zum würzen zu bekommen. Hier läuft man einfach ein bisschen im Businessviertel rum und pflückt Blumen. Quasi. Sehr erstaunlich, aber auch ziemlich fotogen, also auch verständlich.

Wie schon angekündigt habe ich heute mit zwei sehr netten Hostelzimmermitbewohnerinnen von mir eine kleine Touristen-Tour gemacht. Was ich auf dieser Tour wichtiges gelernt habe: NIEMALS 6 Stunden in Flip-Flops durch die Stadt laufen. Never. Ever. Das dürfen nur Einheimische, die werden quasi eh mit den Dingern an den Füßen geboren, deshalb können die das auch ab. Ich für meinen Teil habe aus diesem Fehler gelernt und werde ab morgen nicht mehr "schick" durch die Gegend laufen, sondern "praktisch". Die Joggingschuhe habe ich zwar eigentlich mitgenommen, weil ich in einer sehr optimistischen Lebensphase und mit dem Gedanken "Na klar mache ich in Sydney Sport!" meinen Koffer gepackt habe (und das Faktum, dass ich dieses Paar Schuhe sonst geflissentlich ignorieren kann, dabei total ausließ), aber ich bin da sehr flexibel und kann meine Joggingschuhe auch super zum Wandern anziehen. Ab morgen dann.

Wie es sich für einen guten Touristen gehört, habe ich natürlich die Oper und das CBD (s.o.) als Panorama fotografiert. Und natürlich auch mit mir davor, damit meine Pflichten erfüllt sind. Ich kann allerdings garantieren, dass das nicht das letzte Touristenbild von mir mit einem etwas schiefen Grinsen sein wird. Es bleibt also spannend.

Leider habe ich vergessen, warum da die Vogelkäfige rumhängen, aber es hat irgendwas mit dem historischen Teil von Sydney zu tun, und dass vor allem in der Straße damals total viel Matsch und Schlamm und Exkremente rumgeflossen sind und .. achja, genau, das war nämlich so, dass deshalb - also wegen dem ganzen Matschzeug - da ganz viele Vögel waren. Wo Sumpf ist, sind auch Insekten, klar, und deshalb waren da auch Vögel. Und um da ein bisschen dran zu erinnern, wie das damals war, haben die jetzt lauter Käfige aufgehängt und ich glaube, man kann sogar Vogelgezwitscher aus Lautsprechern hören, bin mir aber nicht mehr sicher. Ich war ziemlich mit fotografieren und dem Guide zuhören beschäftigt, deshalb fehlen da ein, zwei Informationen bei der Geschichte.

Nach einem eher spärlichen Lunch im Hyde-Park (der heißt so wie der in London, weil sehr vieles in Sydney so heißt wie in England. Drei Mal raten, warum das wohl so ist!) waren wir noch auf einem kleinen Markt in Paddington, wo vor allem selbstgemachte Sachen verkauft wurden. Schon zu diesem Zeitpunkt waren meine Füße so dermaßen kaputt, dass ich sie eigentlich nicht hätte weiter benutzen dürfen, ABER da gab es einfach viel zu viele schöne Sachen und ich musste weiterlaufen. Entgegen meiner Natur habe ich mich allerdings entschieden nichts zu kaufen. Ich bin ja aber auch noch eine Weile hier, ich hab Zeit...

You might also like...

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...